CHPLC - Kontinuierliche HPLC

Das Funktionsprinzip der entwickelten kontinuierlichen HPLC basiert auf einer Überlagerung des Flusses der mobilen Phase mit einer Rotation der stationären Phase. Die Realisierung erfolgte durch Einsatz von 16 gleichartigen Säulen, die mit Hilfe eines neuartigen Multifunktionsventils verschaltet wurden. Dadurch wurde die zeitlich versetzte Elution der Bestandteile einer Probenlösung in einer unbeweglichen stationären Phase (einzelne Säule der Standard-HPLC) in eine örtliche versetzte Trennung aus der rotierenden stationären Phase umgewandelt. Diese Art der Säulenschaltung ermöglicht somit sowohl eine kontinuierliche Injektion des zu trennenden Substanzgemischs als auch eine kontinuierliche Elution seiner getrennten Komponenten, wobei die Separationscharakteristik der verwendeten Einzelsäulen erhalten bleibt. Die variable Dimensionierung der verwendeten stationären Phase und die unterschiedlichen Verschaltungsmöglichkeiten der Systemkomponenten ermöglichen außerdem eine optimale Anpassung an die Anforderungen sowohl semipräparativer Anwendungen als auch der kontinuierlichen flüssigchromatographischen Analyse von Reaktionsabläufen.

 

Anwendungsfelder

  • Kontinuierliche Analyse von Reaktionsverläufen
  • Prozesskontrolle
  • Gewinnung von Reinsubstanzen im Gramm-Maßstab

 

Referenzen

Die Arbeiten wurden inhaltlich und finanziell vom BMBF, Referat 523, unter dem Kennzeichen 01 VQ 943A gefördert und erfolgten in enger Kooperation mit der Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH und der Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Analytische Chemie, AG Prof. H.-J. Götze.

 

Veröffentlichungen

J. Bauer, H.-J. Götze, T. Kiffmeyer, M. Jursch: Kontinuierliche ortsaufgelöste HPLC auf Basis eines Multifunktionsventils – Prinzip und Anwendungen, GIT 41, p. 6-9 (1997)