Verkapselung von OLEDs

Funktionale Schichten von OLEDs werden durch die Wechselwirkung mit Wasser und Sauerstoff geschädigt. Für einen zuverlässigen Betrieb von auf OLEDs basierenden Bauelementen ist daher eine hermetische Versiegelung notwendig, die das Eindringen dieser Komponenten weitgehend verhindert. Auf festen Trägern erfolgt diese Verkapselung mit Hilfe von Glassubstraten, die in geeigneter Weise unter Verwendung von Klebstoffen mit dem Substrat verbunden werden. Für flexible OLEDs finden Barrieresubstrate Verwendung.

 

Anwendungsfelder

OLEDs werden als eine Schlüsseltechnologie für künftige Displays angesehen. Vorteile gegenüber herkömmlichen Systemen sind v.a. in einer geringeren Dicke und damit verbunden einem im Vergleich zu konventionellen Displaytechnologien geringerem Gewicht zu sehen. Neu entwickelte hoch effiziente OLEDs benötigen eine niedrige Ansteuerspannung und haben einen geringen Stromverbrauch. Einsatzfelder sind vor allem in der mobilen Telekommunikation zu sehen. Handys und MP3-Player sind schon heute vielfach mit OLEDs ausgestattet.

 

Wissenschaftliche Leistungen

Es wurde ein umfangreiches Screening kommerzieller Klebstoffe vorgenommen und eine Technologie zur Verkapselung von OLEDs entwickelt. Hierzu wurde ein quantitativer Calcium-Test zur Charakterisierung von Barriereeigenschaften von Polymeren aufgebaut. Dieser ist ausgelegt zur Untersuchung der Transmissionsraten in einer Geometrie, die der späteren Verkapselung von OLEDs entspricht. Entsprechend aufgebaute Proben werden ebenso wie identisch präparierte OLEDs verschiedenen Zuverlässigkeitstests unterzogen (Zykeltests, hohe Temperaturen und Feuchte).

 

Referenzen

Die Arbeiten wurden vom BMBF unterstützt (FKZ: 01BK916–919, 01BI158 ) und in enger Kooperation mit Instituten der Fraunhofer Gesellschaft (Fraunhofer IPMS), der Applied Films, der Optrex Europe GmbH und der TU Braunschweig durchgeführt.