Besuch von der Ministerin und Chefin der Staatskanzlei Kathrin Schneider beim Fachgebiet Polymerbasierter Leichtbau

Leichtbau Made in Brandenburg

Pressemitteilung der BTU Cottbus - Senftenberg / 24. August 2020

Die Ministerin und Chefin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, Kathrin Schneider, besuchte am 14. August die Altrad Plettac Production GmbH in Großräschen. Plettac ist Europas größter Entwickler und Hersteller flexibler Gerüstsysteme. Mit den Produkten des Unternehmens sind derzeit etwa die weltbekannten Pariser Wahrzeichen – der Eifelturm und die Kathedrale Notre Dame – für Sanierungs- bzw. Wiederaufbaumaßnahmen eingerüstet.

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Prof. Dr.-Ing. Holger Seidlitz; Ulrich Lawory, Geschäftsführer Altrad Plettac Production GmbH und Frau Ministerin Kathrin Schneider, Chefin der Staatskanzlei. (v.l.n.r.)

Das Fachgebiet Polymerbasierter Leichtbau (PbL) der BTU Cottbus – Senftenberg um Professor Holger Seidlitz ist für das Unternehmen seit 2015 ein wichtiger Partner in den Bereichen Forschung und Entwicklung z. B. beim Gewichtsmanagement, der Optimierung von Teilsystemen und der Auslegung neuartiger Leichtbaugerüste. Hierdurch konnte sich Plettac in den vergangenen Jahren einen enormen Wettbewerbsvorteil erarbeiten und den Standort Großräschen sichern.

Frau Ministerin Schneider informierte sich vor Ort nicht nur über das innovative Unternehmen, sondern auch über den langjährigen Wissens- und Technologietransfer mit der BTU und Fraunhofer. Prof. Holger Seidlitz präsentierte der Ministerin Technologietrends im Allgemeinen und aktuelle Forschungsthemen im Bereich des Leichtbaus im Besonderen.

Dabei stellte er auch ein aktuelles Forschungsprojekt vor, das sich – u. a. getrieben durch den Fachkräftemangel und die demographischen Herausforderungen im Gerüstbauwesen – mit der Entwicklung von Gerüstbohlen in Ultraleichtbauweise sowie einer Technologie zu deren Herstellung befasst. Die schnelle Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis und die internationale Vernetzung beeindruckten die Leiterin der Staatskanzlei, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des anstehenden Strukturwandels in der Lausitz.

Diskutiert wurden ebenfalls die eigens hierfür angestoßenen Großinitiativen, zu denen etwa der Technologie-Cluster SpreeTecNext – als maßgeschneiderte Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Forschung – die Aktivitäten im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) der Bundesregierung sowie die verschiedenen Projekte mit regionalen KMU-Partnern im Rahmen des Regionalen Investitionskonzeptes (RIK) Lausitz des BMWi zählen. In diesem Zusammenhang lobte die Ministerin die Zusammenarbeit und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit weiteren BTU-Lehrstühlen und der außeruniversitären Forschung.

Vor allem der Ansatz einer direkten Einbindung neuester Forschungsergebnisse in der Lehre im Schulterschluss mit der Industrie stieß auf große Zustimmung. Hierdurch wird ein wesentlicher Beitrag zur nachhaltigen Sicherung von Innovationen geleistet, wovon insbesondere die Unternehmen der Region als auch die Absolvent*innen – als hoch qualifizierte Fachkräfte von morgen – profitieren.